Möbelleder richtig reinigen & pflegen – Tipps bei Rissen, Flecken & Farbschäden.
Möbel reinigen & reparieren: So pflegst Du Glattleder, Rauleder und Kunstleder dauerhaft
Die folgende Anleitung gilt für oberflächengefärbte, einfarbige, matte Glattleder. Ausführliche Informationen zu anderen Möbellederarten können Sie direkt bei uns anfordern.
Unsere Empfehlung für die Lederpflege bei Neuledern:
Bei sichtbaren Verschmutzungen sollte das Leder mit dem COLOURLOCK Leather Cleaner Mild gereinigt werden. Je nach Nutzung muss das Leder alle 3 bis 6 Monate mit der Leder Versiegelung behandelt werden. Sie beugt Verschleißspuren oder Anschmutzungen und Verfärbungen wirksam vor.
Unsere Empfehlung für die Behandlung älterer Leder:
Bei sichtbaren Verschmutzungen muss das Leder vor der Pflege mit dem COLOURLOCK Leather Cleaner Mild gesäubert werden. Wenn der Schmutz in der Tiefe der Narbung sitzt, dann sollte zusätzlich die weiche COLOURLOCK Leder Reinigungsbürste verwendet werden.
Bei leichten Ausbleichungen, Abrieb und Abschürfungen wird die Originalfarbe des Leders mit unserem COLOURLOCK Leather Fresh in passender Farbe (nach Farbkarte oder Muster) wieder aufgefrischt. Gleichzeitig wird die Oberfläche wieder neu versiegelt. Zu reparierende oder tönende Stellen entfetten Sie vor der Bearbeitung mit COLOURLOCK Degreaser, damit die Reparaturprodukte gut haften.
Für die Erhaltung und Pflege empfehlen wir unseren COLOURLOCK Leather Care. Dieser stoppt mit seinen Antioxidantien den Zerfall des Leders. UV-Filter schützen die Oberflächen von alten und wertvollen Ledern vor dem Ausbleichen. Zusätzlich erhält das Leder wieder eine geschmeidige Oberfläche.
Für größere Schäden bieten wir manchmal auch Lösungen. Sie sollten uns vorher aber immer Bilder mailen oder die Schäden beschreiben. Wir prüfen dann, ob eine Reparatur in Eigenregie mithilfe unserer Produkte überhaupt möglich ist. Raue oder spröde Stellen sollten Sie vorher mit dem Leder Schleifpad glätten. Tiefere Trockenbrüche und kleinere Risse können Sie mit unserem COLOURLOCK Fluid Leather schließen.
Die professionelle Aufarbeitung Ihrer Lederpolster kann aber auch von Fachbetrieben durchgeführt werden.
Die typischen Verunreinigungen und Verschleißspuren bei Möbelledern kannst Du mit unseren Produkten reinigen, reparieren und pflegen.
Kleinere Beschädigungen kannst Du problemlos mit COLOURLOCK Fluid Leather reparieren. Das Flüssigleder - COLOURLOCK Fluid Leather ist ein getönter Spachtel für die Reparatur kleinerer Löcher, Risse, tieferer Kratzer und Brüche. Fluid Leather füllt und klebt solche Schäden und bleibt nach dem Trocknen weich und flexibel.
Mit unserer COLOURLOCK Leather Fresh – Tönung kannst Du eine farbliche Aufarbeitung Deiner Möbel vornehmen.
Folgende Anweisung beschreibt die Produkte und deren Anwendungsreihenfolge für die Reparatur eines Glattleders.
Es ist daher wichtig und notwendig, zwischen Glatt- und Anilinledern zu unterscheiden, deshalb solltest Du zuerst einen Wassertropfentest durchführen. Dazu nimmst Du einfach einen kleinen Tropfen Wasser und trägst diesen an einer verdeckten, nicht belasteten Stelle auf und verreibst ihn. Zieht das Wasser ein und dunkelt das Leder, handelt es sich um ein Anilinleder, perlt der Tropfen ab, handelt es sich um ein Glattleder.
Bei Anilinleder solltest Du Dich nochmal mit uns in Verbindung setzten, da die folgende Anleitung nur für Glattleder geeignet ist.
Vorbereitung
Flüssigleder ist nur für Schäden im Leder geeignet, wo ein Füllbedarf besteht. Kratzer und Gebrauchsspuren, die nur in der Farbschicht des Leders sind, benötigen keine Bearbeitung mit Flüssigleder – COLOURLOCK Fluid Leather. Hier sind das Glätten mit dem Schleifpad und eine Farbangleichung mit COLOURLOCK Leather Fresh ausreichend.
COLOURLOCK Fluid Leather hat nach dem Trocknen immer eine glatte und glänzende Oberfläche. Um die Reparaturstelle unsichtbarer zu machen, muss die Schadstelle nach einer Reparatur mit COLOURLOCK Leather Fresh in passender Farbe angeglichen werden. Das COLOURLOCK Leather Fresh mit einem Schwämmchen mehrfach auftupfen und mit einem Fön trocknen, bis die gewünschte Abdeckung erreicht ist.
Die Reparaturstellen vor der Bearbeitung mit unserem Entfetter gründlich entfetten, um alte Pflegemittelreste zu entfernen.
Raue Stellen, Kratzer und Bruchkanten vor der Bearbeitung mit unserem Leder Schleifpad glätten.
Flüssiglederreparaturen bei verhärteten Ledern immer vor der Behandlung mit Altleder Softener durchführen. Die Rückfettung würde sonst die Haftung des Flüssigleders mindern.
Vorgehensweise
Da die empfohlenen Produkte nur bei richtiger Reihenfolge und Anwendung zu einem schönen Ergebnis führen, findest Du im folgenden Text eine detaillierte Anleitung, um die typischen Verunreinigungen und Verschleißspuren bei Fahrzeugledern mit unseren Produkten bestmöglich zu reinigen, zu reparieren und zu pflegen
Schritt 1:
Mit dem Reiniger wird das Leder im Bereich der intakten Farbe vorgesäubert. Der Lederreiniger – COLOURLOCK Leather Cleaner Mild entfernt hervorragend normale Verschmutzungen. Wenn diese bei hellen Ledern hauptsächlich in der Narbung sind, dann solltest Du auf jeden Fall unsere weiche Bürste zu Hilfe nehmen.
In unserem Sortiment findest Du einen COLOURLOCK Leather Cleaner Mild und einen COLOURLOCK Leather Cleaner Strong. Bei starken Verschmutzungen oder bei Leder, welches mit der Zeit glänzend oder speckig geworden ist, und Du es wieder etwas matter haben möchtest, musst Du den Leather Cleaner Strong verwenden.
Tipp: Schwamm und Bürste sind die besten Helfer bei der Reinigung. Reinigungsreste mit einem leicht mit Wasser angefeuchteten Lappen entfernen.
Schritt 2:
Mit dem Entfetter werden die zu reparierenden Stellen entfettet und alte Pflegemittelreste entfernt, die der Lederreiniger nicht anlöst. Das ist wichtig, damit die Farbauffrischungen mit COLOURLOCK Leather Fresh gut haften. Auch im Hautkontaktbereich von Lenkrädern muss vor der Anwendung von Leder Fresh immer zusätzlich entfettet werden.
Tipp: Im Zweifel, ob ausreichend entfettet ist, Kreppband auf die Oberfläche kleben, und wenn es sich beim Abziehen schwer löst, ist das Leder gut entfettet.
Schritt 3:
Durch den Verschleiß rau gewordene Stellen musst Du vor dem Reparieren oder Tönen mit dem Leder Schleifpad glätten. Dafür legst Du das Leder Schleifpad auf die beschädigte Stelle und schleifen – ohne großen Druck auszuüben – die Stelle wieder glatt.
Tipp: Den Schleifstaub mit einem mit Entfetter angefeuchteten Lappen entfernen.
Schritt 4:
Längere Risse und Brüche, die unter Spannung stehen, sollten mit einem Spannstoff oder mit COLOURLOCK Glue-Tex Black hinterklebt werden. Dazu den Stoff rund ausschneiden, sodass der Radius hinter dem Riss um ca. 2 bis 3 Zentimeter überlappt.
Dann den Spannstoff mit einer Nadel in der Mitte fixiert halten und mit dem Spachtel den Stoffrand unter das Leder schieben. Mit der Dosierspitze vom Lederkleber rundum zwischen Stoff und Leder entlangfahren und den Kleber gleichmäßig verteilen. Bei Brüchen, oberflächlichen Schnitten oder bei aufgeribbelten Verschleissstellen den Mini-Pinsel zur Hilfe nehmen.
Den Lederkleber ca. 15 – 30 Minuten unter Andruck trocknen lassen.
Anschließend kannst Du den Riss ganz einfach mit dem Flüssigleder – COLOURLOCK Fluid Leather reparieren. COLOURLOCK Fluid Leather. ist eine getönte und flexible Spachtelmasse für die Reparatur kleinerer Löcher, Risse, tiefer Kratzer und Brüche im Leder und Kunstleder. Das Flüssigleder füllt und klebt, es bleibt nach dem Trocknen weich und flexibel.
Tipp: Mit dem Fingernagel über den Schadensbereich fahren. Bleibt der Fingernagel in den Brüchen hängen, benötigst Du das Flüssigleder – COLOURLOCK Fluid Leather.
Das COLOURLOCK Fluid Leather "Flüssigleder" gibt es in den Farben unserer Farbkarte oder nach Muster angemischt. Du musst die Kappe der Tube abziehen und mit dem Flüssigleder die Schadstellen gleichmäßig füllen.
Mit dem Spachtelwerkzeug wird das Flüssigleder direkt im Anschluss glattgezogen. Das COLOURLOCK Fluid Leather braucht je nach Füllmenge und Raumtemperatur ein bis zwei Stunden zum Trocknen. Da sich das COLOURLOCK Fluid Leather bei diesem Vorgang leicht zusammenzieht, muss dieser Vorgang so lange wiederholt werden, bis die Reparaturstelle möglichst glatt gefüllt ist.
Nicht ausreichend glatte oder unsaubere Reparaturstellen können mit dem COLOURLOCK GLD-Solvent Pen nachträglich geglättet werden. Dazu solltest Du mit wenig Druck über die reparierte Stelle fahren und damit die Oberfläche anlösen und glätten. Alternativ kann nach dem Anlösen auch mit dem Leder Schleifpad nachgeglättet werden.
Bitte arbeite immer vorsichtig und mit wenig COLOURLOCK GLD-Solvent, damit die Reparaturstelle nicht verschwimmt. Zwischendurch solltest Du das Flüssigleder wieder trocknen lassen. Auf diese Weise kannst Du eine Reparatur so lange nachmodellieren, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist. Komplett unsichtbar wirst Du die Stellen aber nicht repariert bekommen.
Tipp: Ist die Filzspitze des GLD-Stiftes verunreinigt oder verschlissen, nehme die Spitze heraus und setze diese umgedreht neu ein. Bei Farbwechseln solltest Du diesen Tipp auf jeden Fall berücksichtigen!
Schritt 5:
Danach werden die Farbschäden und die Reparaturstellen, die Du mit dem COLOURLOCK Fluid Leather aufgefüllt hast, mit dem Lederfarbauffrischer (COLOURLOCK Leather Fresh) in passender Farbe nachgetönt und mit einem Fön getrocknet. Das Leather Fresh färbt nach dem Trocknen nicht an der Bekleidung ab.
Die Tönung frischt die Farbe bei Kratzern, Abschürfungen, Verschleißspuren und Trockenbrüchen wieder auf.
Du musst das COLOURLOCK Leder Fresh vor dem Gebrauch gut schütteln und nie direkt, sondern mit einem Schwamm kreisförmig oder tupfend auf das Leder auftragen. Bei größeren Stellen kannst Du von Naht zu Naht arbeiten. An Stellen, wo eine deckende Färbung erforderlich ist, muss die Tönung mehrfach aufgetupft werden und mit einem Fön (nicht zu heiß!) zwischengetrocknet werden.
Tipp: Ein unregelmäßiger Auftrag kann mit dem Leder Schleifpad wieder ausgeglichen und erneut nachgetönt werden.
Schritt 6:
Zum Schluss solltest Du Dein Leder pflegen und schützen. Wichtig ist hierbei, dass Du diesen Schritt erst einen Tag nach der Tönung vornehmen. Das Leder Fresh sollte erst komplett getrocknet sein, bevor es mit Flüssigkeit in Berührung kommt, und der Pflegemittelauftrag sollte sanft und nicht stark reibend erfolgen.
Mit dem COLOURLOCK Leather Care pflegst und konservierst Du das Ergebnis. Der COLOURLOCK Leather Care schützt das Leder durch Rückfettung (hält das Leder weich), UV-Filter (verhindert Ausbleichungen) und Antioxidantien (beugt Zerfall vor). Sollte das Leder Feuchtigkeit ausgesetzt oder sehr alt, trocken oder glänzend sein, empfehlen wir als zusätzliche Pflege und Imprägnierung unser Elephant Lederfett – COLOURLOCK Elephant Leather Preserver.
Bei weiterhin starkem Gebrauch trägst Du im Sitzbereich einige Tage nach dem COLOURLOCK Leather Care noch das COLOURLOCK Care & Waterproofing Oil auf. Die Abnutzung durch Reibung wird dann an dieser Stelle gemindert.
Tipp: Die Pflegemittel erst sparsam auf einem Lappen verteilen und dann kreisförmig von Naht zu Naht auf das Leder auftragen. Überschüssige Pflege kann mit einem mit Wasser leicht angefeuchteten Lappen entfernt werden. Eine regelmäßige und sparsame Reinigung und Pflege verlängert die Lebensdauer Ihres Leders!
Wie neu werden die Leder durch die Produkte nicht, aber alle Stellen, die jetzt durch Schäden auffallen, werden danach kaum noch oder gar nicht mehr erkennbar sein. Es wird wie ein sehr gut erhaltenes, altes Leder aussehen. Reicht Dir dieses Ergebnis nicht, muss ein Lederreparaturbetrieb aufgesucht werden oder das Leder in Eigenregie professionell gefärbt werden.
Besonderheiten
Ein Loch mit fehlendem Leder
Löcher sollten zuerst auf der Rückseite durch Gegenkleben verstärkt werden. Dazu verwendet man dünnen Stoff und den Lederkleber. Dann ein Stück Leder des Originalbezuges an einer verdeckten Stelle wegschneiden und passend zum Einsetzen zurechtschneiden. Anschließend das passend geschnittene Lederstück mit unserem Lederkleber einkleben. Den verbleibenden Spalt mit dem Flüssigleder wie oben beschrieben schließen.
Ein Riss im Leder
Leder, die schon eingerissen sind, müssen erst daraufhin geprüft werden, ob das Leder nicht besser ausgetauscht werden sollte. Insbesondere lange Risse in alten und spröden Ledern oder Risse in besonders belasteten Bereichen sind häufig nicht reparabel bzw. nicht lange haltbar nach der Reparatur. Wir empfehlen Rissreparaturen nur bei noch stabilen Ledern und bei Risslängen von nur wenigen Zentimetern.
Die Vorgehensweise: Kleine Risse, die nicht unter Spannung stehen, zuerst mit unserem Lederkleber provisorisch Stoß auf Stoß verkleben. Dann den Riss wie oben beschrieben mit Flüssigleder – COLOURLOCK Fluid Leather schließen. Risse, die unter Spannung sind, sollten mit dünnem Stoff hinterklebt werden. Bei sehr großen Rissen und sehr spröden Ledern kann man alle 3-4 Zentimeter eine Naht mit Knoten nach unten setzen. Den Faden anschließend mit dem Flüssigleder kaschieren. Links und rechts vom Riss (das Leder darf dort nicht zu spröde sein) ein Loch durchstechen und Nähgarn mit einer Rundnadel durchfädeln. Den Knoten auf die Rückseite legen und nur bis Stoß auf Stoß des Risses zusammenziehen. Zu große Risse in belasteten Bereichen oder insgesamt zu schwache oder verhärtete Leder sollten aber besser durch neues Leder ersetzt werden.
Anilinleder sind durchgefärbte Glattleder ohne schützende Farbschicht auf der Oberfläche. Das Leder ist offenporig. Feuchtigkeit dringt in das Leder ein und dunkelt es. Manche Anilinleder haben eine leichte Schutzschicht, die die Oberfläche imprägniert.
Die Vorteile solcher Leder sind ein angenehmer warmer Griff und eine natürliche Struktur. Der Nachteil ist die Empfindlichkeit. Mit der Zeit entsteht die typische Patina offenporiger Glattleder. Es können Flecken entstehen, und das Leder bleicht leichter aus.
Ist ein Anilinleder noch neu, bedarf es eines Fleckenschutzes. Je nach Lederart kommen dafür folgende Produkte in Frage. Unterschieden werden die Anilinleder nach Offenporigkeit (Empfindlichkeit).
Bei den feinporigen Ledern wird die COLOURLOCK Aniline Cream angewandt. Dieses Produkt ist ein Intensivschutz für die feinporigen Anilinleder, das bei regelmäßiger Anwendung eine starke Imprägnierwirkung gegen alle Arten von Flecken und Anschmutzungen bietet. Wichtig: Nur ein von Anbeginn durchgeführter Schutzauftrag schützt vor Flecken. Bereits eingezogene Flecken lassen sich meist ohne einen Fachbetrieb nicht mehr entfernen. Daher ist die Prävention sehr wichtig.
Beanspruchte Flächen sollten mindestens alle drei Monate nachbehandelt werden. Vor jeder Nachbehandlung das Leder mit COLOURLOCK Aniline Cleaner vorsichtig säubern. Eingezogene Flecken können aber nur von Fachbetrieben entfernt werden. Da Anilinleder offenporig sind, solltest Du mit möglichst wenig Wasser arbeiten und immer von Naht zu Naht reinigen, um Ränder und Fleckenbildung zu vermeiden.
Bei extrem absorbierenden und empfindlichen Ledern empfiehlt sich eine Doppelbehandlung zum Schutz. Zuerst das Leder mit Imprägnierung zweimal imprägnieren. Im Anschluss nochmals mit der COLOURLOCK Aniline Cream nachpflegen. Mit dieser Methode erreicht man den maximalen Imprägnierschutz. Achtung! Auch mit diesem Doppelschutz wird ein Anilinleder nicht unempfindlich! Der beste Schutz für Anilinleder ist und bleibt ein sorgsamer Umgang.
Bei älteren, trockenen Ledern verwendest Du zur Pflege, Rückfettung und als UV-Schutz zusätzlich den COLOURLOCK Aniline Protector.
Ältere, einfarbige, leicht ausgeblichene und abgeschürfte Anilinleder können mit unserem COLOURLOCK Anilin Fresh wieder nachgetönt werden. Die Lederfarbe wird wieder angeglichen. Bereiche, die mit Leder Fresh farblich angeglichen werden, solltest Du vorher mit dem COLOURLOCK Degreaser leicht entfetten. Beachten Sie hierzu unseren Informationstext. Bei stark fleckigen und verblichenen Anilinledern sollte eine Reinigung durch einen Fachbetrieb erfolgen. Unsere und handelsübliche Produkte können solche Probleme nicht lösen. Häufig werden die Flecken eher größer. Bitte uns dann besser um Rat.
Schnelltipps 💡
Wann verwende ich Imprägnierung und wann die Creme?
Ist ein Leder offensichtlich grobporig und dringt der Tropfen Wasser sofort ein, ist das Leder fleckenempfindlich. In solchen Fällen ist die Imprägnierung immer die erste Wahl. Bleibt der Tropfen Wasser auf dem Leder erst stehen und zieht dieser nur beim Verreiben ein, dann ist die COLOURLOCK Aniline Cream die erste Wahl. Dieses Produkt gleicht auch leichte Gebrauchsspuren aus. Ist man sich nicht sicher, ist der Schutz mit Imprägnierung und die spätere Pflege bei älteren Ledern mit dem Aniline Protector der sicherste Weg um Flecken und Wischspuren zu vermeiden.
Im Zweifel darfst Du uns aber auch gerne eine Gesamtansicht und Nahaufnahme Deines Leders auf contact@thefinisher.com mailen.
Braucht man dann überhaupt die Aniline Cream?
Bei Gebrauchsspuren und leichten Aufhellungen hat dieses Produkt eine ausgleichende Wirkung.
Wann kann ich den COLOURLOCK Anilin & Nubuk Reiniger verwenden?
Da Anilinleder offenporig sind, muss vorsichtig gearbeitet werden. Unproblematisch sind sehr dunkle Leder und Leder, die so imprägniert sind, dass Flüssigkeiten nicht sofort eindringen. Daher die Anwendung immer erst im verdeckten Bereich testen. Etwas Reiniger (nicht zu nass!) auf einen Lappen geben und vorsichtig säubern. Immer von Naht zu Naht arbeiten und den Reiniger erst trocknen lassen. Nicht zu lange auf eingezogenen Flecken reiben und rubbeln. Das kann die Oberfläche des Leders dauerhaft verändern und zu weiteren Fleckenrändern führen. Bei hellen und sehr offenen Ledern ganz besonders vorsichtig arbeiten. Im Zweifel lieber um Rat bitten, als das Problem zu verschlimmbessern.
Ist ein Rauleder noch neu und bedarf aber einer Pflege, dann empfehlen wir unseren COLOURLOCK Aniline Protector. Er pflegt das Leder und schützt es vor dem Austrocknen und Ausbleichen. Besteht die Gefahr von Flecken, dann sollte das Leder zusätzlich nach der Pflege mit Leder Imprägnierung für Rauleder behandelt werden. Bei starker Beanspruchung sollte dieses spätestens nach einem Jahr und dann häufiger erfolgen.
Bei bereits fleckigen oder glänzenden Rauledern sollte eine Reinigung und Pflege mit unseren Produkten erfolgen. Mit dem COLOURLOCK Leder-Schleifpad und dem COLOURLOCK Nubuk-Radierer wird das Leder gereinigt und wieder aufgeraut. Dadurch wird das Leder wieder gleichmäßiger und samtiger. Nassreiniger sind bei Rauledern wenig effektiv. Das Leder wird nass, die Reinigungswirkung ist gering und es können Ränder entstehen. Abziehbare Lederbezüge können mit unserem COLOURLOCK Leather & Fur Wash Concentrate jedoch per Hand oder in der Waschmaschine gewaschen werden. Auch hier ist eine Nachimprägnierung empfehlenswert.
Bei leicht verspeckten Rauledern, bei denen das Schleifen mit dem Schleifpad nicht ausreicht, "huscht" man mit einem mit COLOURLOCK Degreaser leicht angefeuchteten Lappen über das Leder und entfernt damit die Glanzstellen. Vorsicht: Nicht zu nass, nicht stark reiben und immer zwischendurch trocknen lassen.
Bei Rauledern kannst Du die Farbe mit unserem COLOURLOCK Nubuk Fresh, der Tönung für Rauleder, farblich auffrischen. I. d. R. benötigt man für eine Garnitur 1 Liter Tönung, da Rauleder stark absorbierend sind.
Leider sind Rauleder empfindliche Leder und werden nach einer Reinigung und Pflege nie wieder wie neu. Mit den empfohlenen Produkten hast Du aber alles, was man selber problemlos zu Bearbeitung dieser Leder einsetzen kann.
Bei stärkeren Ausbleichungen und zu starken Verschmutzungen sollte man eine Fachwerkstatt konsultieren. Extremfälle sind aber nicht rettbar. Frage uns nach einer kompetenten Firma.
Die Vorteile von Nubukledern sind ein angenehm warmer Griff und eine schöne Struktur. Der Nachteil ist die Empfindlichkeit. Das Leder wird mit der Zeit glänzend und speckig, es kommt leichter zu Flecken, und es bleicht schneller aus.
Ist ein Rauleder noch neu und bedarf aber einer Pflege, dann empfehlen wir die Produkte aus unserem COLOURLOCK Rauleder Pflegeset: Der COLOURLOCK Aniline Protector pflegt das Leder und schützt es vor dem Austrocknen und Ausbleichen. Besteht die Gefahr von Flecken, dann sollte das Leder zusätzlich nach der Pflege mit unserer COLOURLOCK Imprägnierung für Rauleder behandelt werden. Bei starker Beanspruchung sollte dieses spätestens nach einem Jahr und dann häufiger erfolgen.
Bei angehenden Fettstellen oder Flecken wird das Leder mit dem COLOURLOCK Schleifpad oder dem COLOURLOCK Nubuk Radierer wieder aufgeraut. Aber Vorsicht: Häufig ist die aufgedruckte, dunklere Narbung durch den Gebrauch schon abgenutzt und wird durch das Schleifen und Radieren noch weniger.
Bei stärker verspeckten Flächen, bei denen das Schleifen mit dem Schleifpad nicht ausreicht, "huscht" man mit einem mit COLOURLOCK Entfetter leicht angefeuchteten Lappen über das Leder und entfernt damit die Glanzstellen. Vorsicht: Nicht zu nass, nicht stark reiben und immer zwischendurch trocknen lassen. Abziehbare Lederbezüge können mit unserem COLOURLOCK Leder- und Fell Waschkonzentrat problemlos per Hand oder in der Waschmaschine gewaschen werden.
Frische Fett- oder Ölflecken und stark speckige Bereiche sollten Sie mit unserem COLOURLOCK Fettlöser-Spray entfernen. Beachten Sie hierzu unseren Informationstext.
Bei dunkleren und nicht zu stark verblichenen Rauledern können Sie die Farbe mit unserem COLOURLOCK Nubuk Fresh, der Tönung für Rauleder, farblich auffrischen. I. d. R. benötigt man für eine Garnitur 1 Liter Tönung, da Rauleder stark absorbierend sind. Vor der Behandlung mit Nubuk Fresh entfetten Sie die Oberfläche zusätzlich mit unserem COLOURLOCK Entfetter. Wie neu kann aber auch eine Farbauffrischung das Leder nicht machen. Im Anschluss pflegen und imprägnieren Sie das Leder mit unserem COLOURLOCK Aniline Protector und der COLOURLOCK Imprägnierung.
Leider sind Rauleder empfindliche Leder und werden nach einer Reinigung und Pflege nie wieder wie neu. Mit den empfohlenen Produkten haben Sie aber alles, was man selber problemlos zu Bearbeitung dieser Leder einsetzen kann.
Bei stärkeren Ausbleichungen und zu starken Verschmutzungen sollte man eine Fachwerkstatt konsultieren. Extremfälle sind aber nicht rettbar. Fragen Sie uns nach einer kompetenten Firma.
Ist ein Büffelleder noch neu und bedarf aber einer Pflege, dann empfehlen wir unseren Anilin Protector. Er pflegt das Leder und schützt es vor dem Austrocknen und Ausbleichen. Besteht die Gefahr von Flecken, dann sollte das Leder zusätzlich nach der Pflege mit unserer Imprägnierung behandelt werden. Bei starker Beanspruchung sollte dieses spätestens nach einem Jahr und dann häufiger erfolgen.
Wegen der Offenporigkeit des Leders können Flecken nicht einfach abgewischt werden. Die Flecken sind meist eingezogen. Erfolgreicher können Flecken daher mit dem Leder Schleifpad oder dem Nubuk Radierer behandelt werden. Speckstellen können am ehesten mit dem Entfetter gesäubert werden. Frische Fett- oder Ölflecken sollten Sie mit unserem COLOURLOCK Fettlöser-Spray entfernen. Beachten Sie hierzu unseren Informationstext.
Nach der Reinigung ist eine Pflege und Nachimprägnierung empfehlenswert. Büffelleder ist ein Patinaleder. Die Patina ist ein gewünschter Effekt dieser Lederart. Daher wird ein Büffelleder nach einer Reinigung und Pflege nicht wieder wie neu. Mit den empfohlenen Produkten haben Sie das richtige Pflegemittelsortiment, um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen.
Bei dunkleren Büffelledern können Sie Ausbleichungen auch mit unserem Nubuk Fresh, der Tönung für Büffelleder, farblich auffrischen. Vorher das Leder dann zusätzlich großflächig mit unserem Entfetter entfetten und mit dem Leder Schleifpad egalisieren. Erfahrungsgemäß benötigt man für eine Garnitur 1 Liter Tönung, da Büffelleder stark absorbierend sind. Besteht die Möglichkeit, das Nubuk Fresh mit einer Sprühpistole aufzutragen, ist dieser Weg einfacher und der Auftrag gleichmäßiger.
Extreme Ausbleichungen und stark speckige Bereiche sollten von einer Fachwerkstatt behandelt werden. Fragen Sie uns nach einer kompetenten Firma.
Diese Gewebe müssen regelmäßig abgesaugt werden und gelegentlich mit einem feuchten Tuch abgerieben werden.
Bei Flecken und "normalen" Verschmutzungen können Sie unseren Textil Reiniger verwenden. Dieser kann Alcantara im Möbel- und KFZ-Bereich, aber auch Mikrofaser und andere empfindliche textile Oberflächen hervorragend säubern.
Flasche vor der Anwendung schütteln. Den Reiniger immer zuerst an verdeckter Stelle auf Veränderungen prüfen!
Großflächige Reinigung: Die verschmutzte Oberfläche mit dem Reiniger leicht benetzen und sofort mit einem Frotteetuch vorsichtig aufnehmen. Wenn nötig, wiederholen.
Fleckenentfernung: Den Reiniger auf einen Schwamm oder weiche Bürste geben. Aus dem Schwamm Schaum auspressen. In kreisförmigen Bewegungen die Oberfläche säubern. Danach mit einem leicht feuchten Tuch nachreiben. Nicht zu stark reiben! Nicht zu nass arbeiten!
Bei Flecken, die sich nicht entfernen lassen, lieber einen professionellen Polsterreiniger oder einen Fahrzeugaufbereiter kontaktieren, bevor man mit zu scharfen Reinigern die Oberfläche schädigt.
Frische Flecken sollten am besten immer sofort mit einem saugfähigen, sauberen Tuch aufgenommen werden. Entweder abtupfen oder zu Mitte hin aufnehmen und nicht verreiben. Auf keinen Fall zu stark reiben, da sich sonst die Oberfläche bleibend verändern kann. Bei größeren Flecken sollten Sie immer von Naht zu Naht säubern.
Fettige Verschmutzungen und Flecken können Sie auch mit unserem Leder Entfetter vorsichtig säubern. Immer erst Versuche an einer verdeckten Stelle machen und auf Veränderungen prüfen.
Um zukünftige Anschmutzungen und Flecken zu reduzieren, sollten Sie die Oberfläche mit unserer Imprägnierung nachbehandeln.
Hitze solle von Alcantara fern gehalten werden. Zum Beispiel eine Zigarettenglut verursacht bei Alcantara unwiederbringliche Schäden.
Anfragen zum Thema "Knötchen" oder "Ausfilzen" und aufgeraute Stellen bekommen wir regelmäßig. Nicht zu starke Verfilzungen bekommt man aber mit dem Schleifpad entfernt. Entweder es geht so leicht, oder es ist schon zu weit fortgeschritten. Geht es nicht, kann man die Sitze leider nur neu beziehen lassen.
Verschmutzungen lassen sich mit COLOURLOCK Kunstlederreiniger stark einfach säubern. Bei stärkeren Verschmutzungen kurz einweichen lassen und die COLOURLOCK Bürste verwenden. Zur Pflege sollte man die Oberflächen mit COLOURLOCK Kunstleder Protector schützen. Die Oberfläche erhält einen unsichtbaren Schutzfilm, der das Eindringen von Verschmutzungen verhindert und den Charakter der Oberfläche konserviert. Die empfohlenen Produkte gibt es zusammen im COLOURLOCK Kunstleder Pflegeset.
Aufgrund der Corona-Erkrankungen werden Leder-, Kunstleder und Kunststoffflächen, die in ständigem Hautkontakt sind, überdurchschnittlich häufig gereinigt und desinfiziert. Um die Anlösung oder Schwächung der Oberflächen mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln mit hohen Alkoholanteilen zu vermeiden, empfehlen wir den COLOURLOCK Hygiene Reiniger für Leder, Kunstleder und Kunststoffoberflächen. Mit diesem Reiniger können solche Oberflächen materialschonend gesäubert und desinfiziert werden.
Ältere Kunststoffe und Kunstleder verlieren mit der Zeit ihre Weichmacher und werden trocken, brüchig und reißen manchmal ein. Dieser Prozess ist nur in Maßen beeinflussbar. Eine regelmäßige Reinigung und Versiegelung verzögert diesen Prozess.
Kleinere Risse und Brüche können Sie mit unserem COLOURLOCK Flüssigleder verschließen. Anschließend mit Leder Fresh nacharbeiten, um den Glanzgrad und die Farbe anzupassen. Diese Vorgehensweise gilt auch für Katzenkratzer, solange der Umfang noch überschaubar ist. Abstehende Fasern können mit einer Nadelspitze COLOURLOCK Lederkleber herunter geklebt werden. Mit der Nadelspitze etwas Kleber auftragen, mit einem Fön antrocknen und anpressen. Frischer, überschüssiger Kleber kann mit COLOURLOCK Entfetter in Strichrichtung abgewischt werden.
Häufig kommt es zu großflächigem Aufbrechen oder Abplatzen der Oberfläche. Solche Schäden treten meist in den Gebrauchsflächen auf. Derartige Schäden lassen sich nur reparieren, wenn diese noch in den Anfängen sind. Aber da sich der Zerfallsprozess meist schnell ausweitet, ist keine echte Hilfe möglich. Decken Sie solche Bereiche ab, damit die Belastung gering gehalten wird.
Ältere Kunstleder konservieren Sie mit unserem COLOURLOCK Kunstleder Protector. Dieses Produkt schützt Oberflächen vor Abriebspuren und Verschmutzungen. Der Kunstleder Protector ändert nicht den Glanzgrad und macht die Oberfläche nicht "speckig". Den Kunstleder Protector auf einen fusselfreien Lappen sparsam auftragen und die Oberfläche gleichmäßig behandeln.
Bei Fettledern ist die Narbung erhalten, wogegen bei Pull-Up-Ledern die Narbung in der Herstellung angeschliffen wurde. Fett- und Pull-Up-Leder gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Glatt oder grobnarbig und von matt bis glänzend. Kennzeichnend für die Leder sind eine Patina-Optik, das leichte Entstehen von Gebrauchsspuren durch Kratzer und die leichte Abfärbung beim Abreiben mit einem angefeuchteten Lappen. Die Abfärbungen entstehen, weil die verwendeten Öle und Fette für die Oberflächenbehandlung eingefärbt sind.
Es gibt aber auch Leder, die "Pull Up" genannt werden, aber nur eine "Pull Up"-Optik haben. Es sind so genannte polyurethan-beschichtete Spaltleder, die PU-Leder. Solche Leder bekommen keine Gebrauchsspur durch einen Fingernagel und geben auch keine Farbe an einen weißen, angefeuchteten Lappen ab. PU-Leder sind meist aus preiswertem Spaltleder. Es ist kein hochwertiges Leder.
Wichtig! Solche Leder müssen anders gepflegt werden! Sonst entstehen Schäden.
Beachten Sie dazu die entsprechende Anleitung (Reinigung und Pflege von PU-Spaltledern und Kunstledern (glänzend)).
Neue Fettleder oder Pull-Up-Leder sind entgegen der Erwartung meist offenporig. Regentropfen und andere Flüssigkeiten ziehen in das Leder ein und hinterlassen dann Fleckenränder. Der Test ist einfach. Einen Tropfen Wasser an einer verdeckten Stelle verreiben. Zieht der ein und dunkelt das Leder, dann ist es offenporig. Für solche Leder ist die COLOURLOCK Imprägnierung als Fleckenschutz die beste Erstpflege. Bei Fett- oder Pull-Up-Ledern, wo ein Tropfen Wasser nicht eindringt, ist die COLOURLOCK Aniline Cream die erste Wahl. Im Gegensatz zur Imprägnierung ist bei den Creme-Varianten der Ausgleich von Gebrauchsspuren stärker. Bei offenporigen Fett- oder Pull-Up-Ledern kann das aber zu fleckigen Ergebnissen führen. Im Zweifel ist daher die Imprägnierung die erste Wahl für die Alltagspflege.
Zur Alltagsreinigung können Fett- und Pull-Up-Leder mit einem weichen Tuch oder Staubwedel abgestaubt werden. Es darf auch mit einem leicht angefeuchteten Lappen abgewischt werden. Aber nicht zu feucht und nicht stark reiben. Sonst kann es zu Flecken oder Farbabrieb kommen.
Es ist typisch für Fettleder, dass sie nach kurzer Zeit Gebrauchsspuren bzw. Patina aufweisen. Das ist dann ein gewünschter Effekt dieser Lederart. Ein Kratzen mit dem Fingernagel verursacht einen hellen Strich.
Bei leichten Gebrauchsspuren können diese mit einem weichen, trockenen Tuch auspoliert werden. Das Fett oder Öl wird dabei verrieben, und die Kratzer werden wieder ausgeglichen. Sind die Spuren stärker, kann der Lappen mit Wasser leicht angefeuchtet werden. Bei noch stärkeren Gebrauchsspuren den Lappen mit COLOURLOCK Aniline Cream leicht anfeuchten und damit die Gebrauchsspuren auspolieren. Zur Sicherheit die Vorgehensweise immer erst im verdeckten Bereich testen! Bei zu empfindlichen Ledern zuerst die COLOURLOCK Imprägnierung verwenden und danach erst die Gebrauchsspuren auspolieren.
Dunkle Stellen können durch Dehnen der Oberfläche wieder aufgehellt werden. Bei allen Vorgehensweisen muss immer darauf geachtet werden, eine möglichst homogene Oberfläche zu erhalten. Daher immer beide Schuhe, alle Hauptflächen einer Tasche oder alle Sitzflächen einer Garnitur bearbeiten.
Bei Veränderungen des Leders, die sich so nicht verbessern lassen, immer zuerst einen Fachbetrieb um Rat bitten.
Wenn man Glück hat, lassen sich diese noch durch eine einfache Reinigung entfernen. Manchmal ist es dafür aber zu spät. Wartet man zu lange, ziehen die Farbstoffe in die Lederoberfläche ein. Diese Abfärbungen lassen sich dann mit handelsüblichen Reinigern nicht mehr entfernen.
Daher lautet die Empfehlung: Die verfärbte Oberfläche immer zuerst mit dem COLOURLOCK Lederreiniger Mild oder Stark und der COLOURLOCK Bürste zu säubern versuchen. Lassen sich die Abfärbungen so nicht entfernen, muss die Oberfläche zusätzlich mit COLOURLOCK GLD, einem Lösungsmittelreiniger, gereinigt werden.
GLD auf einen sauberen, weißen Frotteelappen auftragen und damit die Oberfläche vorsichtig säubern. Immer zuerst im verdeckten Bereich testen! Durch das GLD wird die Farbbeschichtung angelöst. Beim Versuch, die Verschmutzungen zu entfernen, kann daher auch etwas Farbe mit entfernt werden. Man muss sehr vorsichtig sein, um die Farbschicht nicht vollständig abzutragen.
Sollte es zum sichtbaren Farbabtrag kommen, oder lassen sich die Verfärbungen nicht vollständig entfernen, dann müssen solche Bereiche mit COLOURLOCK Leder Fresh in passender Farbe nachgetönt werden. Bei Farbveränderungen, wo eine hohe Deckkraft vonnöten ist, die Tönung mehrfach auftupfen und zwischendurch mit einem Haarfön trocknen. Durch die Reinigung mit GLD aufgeraute Stellen vorher mit dem COLOURLOCK Polierpad 4000er glätten.
Um weitere Abfärbungen zu vermeiden, sollte das Leder regelmäßig mit Leder Versiegelung geschützt werden. Die Leder Versiegelung ist ein guter Schutz gegen Verfärbungen. Das Leder vor der Versiegelung gründlich reinigen.
Vorteil dieser PU-Spaltleder ist der Preis. Spaltleder sind preiswert, aber i. d. R. nicht besonders haltbar. Nur durch die Polyurethanbeschichtung erreicht das Leder Stabilität. Die Atmungsaktivität ist deutlich geringer als bei hochwertigeren Ledern. Durch die starke Beschichtung sind die Leder "kälter" als unbeschichtete Leder und kleben eher an der Haut.
Aufgrund der starken Beschichtung ergibt sich eine ganz andere Pflegenotwendigkeit als bei unbeschichteten Ledern. Bei PU-beschichteten Ledern steht nicht die "Lederpflege" im Vordergrund, sondern die Pflege der Polyurethanbeschichtung. Klassische Lederpflegemittel vermögen die Beschichtung nicht zu durchdringen, und wachshaltige oder ölige Inhaltsstoffe können die PU-Beschichtung sogar schädigen. Dazu sind die Leder im Haut- und Haar-Kontaktbereich sehr empfindlich. Das Material wird klebrig und rissig. Eine regelmäßige Reinigung und Pflege im Kontaktbereich ist daher sehr wichtig.
PU-Spaltleder sollten bei Bedarf mit einem fusselfreien trockenen oder nur leicht feuchten Lappen entstaubt werden. Alle 3 bis 6 Monate sollte das Leder mit unserem PU-Protector gereinigt und gepflegt werden. Einen fusselfreien, weichen Lappen mit dem PU-Protector leicht anfeuchten und die PU-Beschichtung abwischen. Anschmutzungen werden entfernt, die Oberfläche wird wieder geschmeidiger, leichte Gebrauchsspuren werden ausgeglichen und der Glanz konserviert.
Tiefe Kratzer und Abschürfungen sind schwieriger zu behandeln. Manchmal lassen sich Kratzer durch das Erhitzen mit einem Fön entfernen. Das Leder muss stark erhitzt werden, und mit etwas Glück verschwindet der Kratzer fast vollständig. Das ist aber mit äußerster Vorsicht zu machen. Bei zu starker Erhitzung kann das Leder auch irreparabel beschädigt werden. Daher immer erst an einer verdeckten Stelle unter dem Sofa einen vergleichbaren Kratzer machen und testen. Die Kratzer dürfen auch nicht zu tief sein.
PU-Spaltleder sind fettempfindlich. Daher sollte keine "normale" Lederpflege verwendet werden, und insbesondere Flächen mit ständigem Haut- oder Haarkontakt sollten daher regelmäßig mit dem PU-Protector gesäubert und gepflegt werden. Soweit möglich und gewünscht, sollten Kontaktbereiche durch Kissen und Decken geschützt werden. Bereits beschädigte PU-Beschichtungen (matt, klebrig, aufgeraut, rissig) können selten repariert werden. Meist bleibt nur der Neubezug oder der Neukauf.
Diese unschönen Flecken lassen sich durch einfache Reinigungsversuche nicht entfernen. Bitten Sie in solchen Fällen spezialisierte Lederreparaturbetriebe um Rat. Das Leder wird dann entfettet und farblich angeglichen. Aber nicht jeder Fall ist rettbar, und nicht jedes Leder wird wieder wie neu.
Folgend die Empfehlung für die Vorgehensweise, wenn man die Bearbeitung im Rahmen der Möglichkeiten selber machen möchte:
Zuerst "huscht" man mit einem mit COLOURLOCK Entfetter leicht angefeuchteten Lappen über die Fleckenbereiche und löst die Fettstellen vor. Nicht zu nass arbeiten und zwischendurch trocknen lassen! Danach werden die fettigen Bereiche mit COLOURLOCK Fettlöser-Spray behandelt. Die Flecken mit dem Fettlöser-Spray überlappend einsprühen und vollständig trocknen lassen. Das enthaltene Lösungsmittel löst die Fette an, und das Pulver absorbiert die Feuchtigkeit. Nach dem Trocknen das Pulver absaugen und Reste vorsichtig wegwischen oder abbürsten. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis sich keine Verbesserung mehr einstellt oder die Flecken entfernt sind.
Nach der Reinigung sind die fettigen Bereiche häufig heller oder dunkler als das Restleder. Die Fette haben dann die Oberfläche angegriffen. Diese Bereiche können Sie mit COLOURLOCK Leder Fresh farblich wieder angleichen. Mit dem Leder Fresh reduzieren Sie zusätzlich die Gefahr von neuen Fettstellen. Diese Vorgehensweise ist aber nur bei mehr oder weniger einfarbigen und nicht zu offenporigen Ledern erfolgsversprechend.
Zur weiteren Pflege und Konservierung empfehlen wir COLOURLOCK Aniline Protector. Dieses Produkt enthält Antioxidantien und UV-Filter. Die vorher gedunkelten Bereiche aber wegen der enthaltenen Pflegeöle aussparen. Die könnten sonst wieder dunkeln. Aber für trockene oder der Sonne ausgesetzte Bereiche ist die regelmäßige, sparsame Pflege ein wichtiger Schutz vor Alterungsschäden.
Die folgende Anleitung gilt für am häufigsten bei Möbelledern vorkommende oberflächengefärbte, einfarbige, seidenmatte Glattleder und nicht für Anilinleder oder Rauleder und für Möbel, die mit Kunstleder bezogen sind.
Unterscheidung der Glattlederarten: Wenn Sie einen Tropfen Wasser auf dem Leder verreiben (nicht im belasteten Bereich), und der Tropfen Wasser zieht dabei ein und dunkelt das Leder, dann handelt es sich um Anilinleder. Wenn der Wassertropfen abperlt, haben Sie ein oberflächengefärbtes, bzw. gedecktes oder pigmentiertes Glattleder. Sollte Ihr Leder von dieser Beschreibung abweichend sein, ist es das Beste, uns eine nähere Beschreibung und Fotos der Möbel und Schäden per E-Mail zuzusenden.
Auch innerhalb der pigmentierten Glattleder gibt es Qualitätsunterschiede. Je dichter das Fasergefüge ist, desto weniger groß sind die Schäden. Die folgenden Fallbeschreibungen unterscheiden die Vorgehensweisen der verschiedenen Varianten.
Fall 1: Glattleder, wo die Kratzer hauptsächlich wegen des Farbunterschieds auffallen
Bei Ledern, die ein starkes und dichtes Fasergefüge in der Oberfläche und nicht so dicke Farbschichten haben, fallen Kratzer und Gebrauchsspuren i. d. R. dadurch auf, dass die Kratzer heller sind oder bei hellen Ledern dunkler sind. Zusätzlich fallen die Kratzer durch die Verletzung der Oberfläche auf. Das Leder ist dann in diesem Bereich aufgeraut.
Bei solchen Schäden wird das Leder zuerst mit dem COLOURLOCK Lederreiniger Mild komplett gesäubert. Im Anschluss wird der Schadensbereich mit dem COLOURLOCK Entfetter entfettet. Zum Glätten der Oberfläche wird das COLOURLOCK Leder Schleifpad verwendet. Damit kreisförmig die Oberfläche, so gut es geht, glätten. Die Angleichung der Farbe erfolgt mit dem COLOURLOCK Leder Fresh, der Farbauffrischung in der passenden Farbe. Das Leder Fresh wird kreisförmig aufgetragen. Bei flächigen Beschädigungen von Naht zu Naht. An Stellen mit erhöhter Deckkraft kann es auch tupfend aufgetragen werden. Bei punktuellen Schäden reicht es auch, das Leder Fresh mit dem COLOURLOCK Mini-Pinsel aufzutragen. Immer einen Fön verwenden, um das Leder Fresh zu trocknen. Zum Glätten oder zum Ausgleich von Unregelmäßigkeiten kann jederzeit nach dem Trocknen noch einmal mit dem Leder Schleifpad nachgeschliffen werden. Verbleibende Vertiefungen können mit COLOURLOCK Flüssigleder aufgefüllt werden.
Schäden durch Kratzenkratzer mit sichtbaren Farbunterschieden können nicht unsichtbar repariert werden, insbesondere, wenn es viele sind. Eine deutliche Verbesserung ist aber erreichbar.
Zuletzt wird das Leder mit dem COLOURLOCK Leder Protector gepflegt.
Fall 2: Hochstehende Triangelrisse
Leder mit stärkeren Farbschichten auf der Oberfläche haben zusätzlich eine Tendenz, dass bei Katzenkratzern die Oberfläche angehoben bzw. aufgerissen wird, was zu kleinen Triangelrissen bzw. hochgeklappten Kanten führt. Der Farbunterschied ist in diesen Fällen nicht das Auffälligste.
Die Vorgehensweise ist wie folgt: Im Bereich der hochgestellten Kanten fehlt kein Material. Die Aufgabe besteht darin, die hochgestellten Kanten wieder in die vorherige Position zu bringen. Dazu nimmt man eine minimale Menge COLOURLOCK Lederkleber mit dem COLOURLOCK Mini-Pinsel auf und versucht, so gut es geht, die Innenseiten der aufgestellten Kanten mit einer minimalen Menge Kleber zu benetzen. Dazu etwas Kleber auf den Mini-Pinsel geben und einen Überschuss vor dem Auftrag abstreifen. Dann trocknet man den Kleber mit einem Fön an und drückt die hochstehenden Kanten mit der Rückseite vom Mini-Pinsel zurück in die ursprüngliche Position. Einen verbleibenden Kleberüberschuss kann man vorsichtig in Strichrichtung mit einem mit COLOURLOCK Entfetter angefeuchteten Lappen entfernen. Verbleibt nach der Bearbeitung eine Restsichtbarkeit wie beim „Fall 1“, kann wie dort beschrieben vorgegangen werden.
Wichtig! Solche Schäden lassen sich nicht unsichtbar reparieren, und die Reparaturarbeit ist mit viel Zeitaufwand verbunden. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, und arbeiten Sie sich in Abschnitten vorwärts. Schnell merkt man, ob die erreichten Verbesserungen den Aufwand wert sind.
Fall 3: Gezogene Lederfasern
Bei manchen Glattlederarten ist unter der Farbschicht ein loses Fasergefüge. Insbesondere bei geprägten Spaltledern. Solche Lederarten werden oft für den Korpus verwendet, weil dort die Belastung geringer ist und im Gegensatz zum Rücken, Sitz oder den Armlehnen auch weniger wertige Leder verarbeitet werden können. Katzenkratzer bewirken bei solchen Ledern, dass lose Lederfasern von hinten nach vorne gezogen werden und dann aus dem Kratzer heraushängen.
Die Vorgehensweise ist wie folgt: Die gezogenen Lederfasern kann man nicht in die ursprüngliche Position zurückschieben. Daher müssen die Fasern, so gut es geht, mit einer Nagelschere entfernt werden. Bei großen Flächen kann man das auch mit einem Rasiermesser machen, aber man muss sehr vorsichtig arbeiten, um den Schaden nicht unnötig zu vergrößern.
Verbleibende hochstehende Kanten werden wie bei „Typischer Fall 2“ beschrieben wieder angeklebt, und eine Restsichtbarkeit wird wie bei „Fall 1“, so gut es geht, wieder angeglichen.
Fall 4: Totalschaden, weil als Kratzbaum zu arg missbraucht
Verwendet die Katze die Ledermöbel als Kratzbaum, oder wird insgesamt zu lange gewartet, ist eine Reparatur nicht mehr sinnvoll oder möglich. In solchen Fällen verbleiben nur der Neubezug oder der Neukauf.
Fall 5: Kunstledermöbel mit Triangelrissen
Katzenkratzer sind auch typisch bei Kunstledermöbeln. Durch die Kunststoffbeschichtung des darunterliegenden Gewebes sehen die Schäden oft der Beschreibung „Typischer Fall 2“ ähnlich.
Man kann wie bei „Fall 2“ einzelne Stellen wieder herunter kleben und die Restsichtbarkeit angleichen, aber es wird immer nur eine Verbesserung sein, und die Bearbeitung verlangt Zeit und handwerkliches Können, um eine lohnenswerte Reparatur zu erreichen. Bei großflächigen Schäden ist daher eher von einer Reparatur abzuraten, weil kein befriedigendes Ergebnis zu erwarten ist.
Pigmentierte Glattleder: Pigmentierte Glattleder sind Leder mit einer Farbschicht auf der Oberfläche. Ein verriebener Tropfen Wasser zieht nicht ins Leder ein, sondern perlt ab. Pigmentierte Glattleder sind i. d. R. seidenmatt und haben eine narbige Oberfläche.
Anilinleder: Anilinleder sind offenporige Glattleder. Ein verriebener Tropfen Wasser zieht ein und dunkelt den angefeuchteten Bereich.
Rauleder: Rauleder haben eine velourartige Oberfläche. Nubukleder haben einen sehr feinen Flor. Velourleder haben einen stärkeren Flor; wie die Rückseite eines Leders.
PU-Leder: PU-Leder, auch Bycast Leder genannt, sind Spaltveloure, auf denen eine Polyurethanbeschichtung aufgetragen wurde, damit diese wie ein Glattleder aussehen. PU-Leder sind gut an ihrem Glanz und plastikartigem Griff erkennbar.
Kugelschreiber auf pigmentierten Glattledern:
Kugelschreiberstriche auf Möbel- und KFZ-Ledern oder Kunstledern kommen relativ häufig vor. Leider sind diese aber nicht immer leicht entfernbar.
Folgendes ist zu beachten:
- Je frischer ein Kugelschreiberstrich bei der Bearbeitung ist, desto leichter ist die Entfernung. Kugelschreiberstriche, die drei Tage und älter sind, lassen sich nur mit Glück ohne farbliche Angleichung entfernen.
Kugelschreiber auf PU-Ledern:
PU-Leder sind meist dunkel, so dass Striche nicht so problematisch sind. Bei PU-Ledern besteht die Gefahr, dass durch die Reinigung die aufgeklebte Folie beschädigt wird. Diese Folie ist sehr empfindlich und kann nicht so ohne weiteres repariert werden. Daher sind Tests im verdeckten Bereich sehr wichtig, und es darf nie mit stärkerem Andruck gesäubert werden. Restflecken lieber belassen. Da diese Lederart i. d. R. mehrfarbig ist, kann auch nicht einfach mit Leder Fresh farblich angeglichen werden.
- Ganze Gemälde von Kindern lassen sich deutlich schwieriger entfernen als kurze Striche.
- Reinigungsversuche mit falschen Mitteln vergrößern häufig den Schaden.
Vorgehensweise:
- Sicherheitshalber sollte man immer zuerst an verdeckter Stelle einen Test machen. Am besten sogar einen Strich im verdeckten Bereich erzeugen und etwas kräftiger reinigen, um dann vorsichtig im Sichtbereich zu reinigen, wenn sich der Testbereich problemlos säubern ließ.
- Manche Kugelschreiber geben viel Tinte ab. Um ein Verreiben der Tinte auf größerer Fläche zu vermeiden, klebt man zuerst ein Kreppband (gelbliches Malerkreppband) auf den Strich auf und zieht es wieder ab. Solange eine Verfärbung am Kreppband sichtbar ist, wiederholt man den Vorgang. Überschüssige Tinte wird so am schonendsten entfernt.
- Danach reinigt man den Strich mit dem Kugelschreiber-Killer. Zuerst die Stiftspitze zwei- bis dreimal in den Stift drücken, bis diese mit der Reinigungsflüssigkeit getränkt ist.
- Danach mit wenig Druck in leicht kreisenden Bewegungen im kleinen Radius den Kugelschreiberstrich entfernen. Dabei wird zuerst der Strich durch die Anfeuchtung mit dem Reinigungsmittel kurz aufgeweicht.
- Zwischendurch angelöste Tinte immer sofort mit einem Lappen entfernen, um größere Flecken zu vermeiden und freie Sicht zu haben. Bei Bedarf auch die Stiftspitze mit dem Lappen abwischen, um angelöste Tinte abzunehmen. Die Spitze kann auch herausgezogen und umgekehrt wieder in den Stift gesteckt werden.
- Den Vorgang bei Bedarf wiederholen und den Druck etwas erhöhen.
- Ältere Striche lassen sich kaum entfernen, ohne die Lederfarbe mit anzulösen. In solchen Fällen müssen die Stellen mit Leder Fresh in passender Farbe farblich wieder angeglichen werden. Eine Vorreinigung ist aber immer nötig, um das Durchbluten der Kugelschreibertinte durch eine Farbauffrischung zu vermeiden.
- Gereinigte Bereiche nach der Säuberung mit Leder Versiegelung neu schützen.
Kugelschreiber auf Anilinledern:
Anilinleder sind durch die Offenporigkeit sehr empfindlich, und Kugelschreibestriche sind meist ohne Hilfe eines Experten nicht zu entfernen. Das Risiko, den Schaden eher zu vergrößern, ist sehr hoch. Wie beim pigmentierten Glattleder sollte man zuerst einen Test im verdeckten Bereich machen, und auch die Verwendung des Kreppbandes ist richtig. Mehr kann aber nicht gemacht werden. Der Kugelschreiberentferner würde bei dieser Lederart den Schaden nur vergrößern und Leder Fresh kommt nur bei absolut einfarbigen Ledern in Frage. Daher lieber immer zuerst Rücksprache halten.
Kugelschreiber auf Rauledern:
Rauleder sind geschliffene Leder. Auch an verdeckter Stelle zuerst Tests machen und das Kreppband verwenden. Restflecken können bei grobem Flor dann noch mit dem Schleifpad oder dem Nubuk Radierer nachgearbeitet werden und bei einem leichten Flor mit den Nubuk Schwamm. Immer erst im verdeckten Bereich testen und nicht zu lange lokal an einer Stelle schleifen, um einen "Hof" um den Strich zu vermeiden. Lieber rechtzeitig aufgeben und evtl. einen verblassten Strich so belassen.
Striche durch Faserstifte, "Edding" oder andere Permanentstifte und Tintenflecken
Striche auf pigmentierten Glattledern:
Die Vorgehensweise ist wie bei Kugelschreiberstrichen. Beachten Sie die entsprechenden Empfehlungen. Bei "Strichen" ist der Kugelschreiberentferner die richtige Empfehlung. Bei verschmierten Strichen von Stiften verwenden Sie unsere GLD-Lösung für Bekleidungsabfärbungen. Restflecken müssen mit Leder Fresh farblich angeglichen werden. Nach einer Reinigung die behandelten Bereich mit der Leder Versiegelung neu schützen.
Striche auf Anilinledern:
Anilinleder sind durch die Offenporigkeit sehr empfindlich und "Bemalungen" meist ohne Hilfe eines Experten nicht entfernbar. Die Farbstoffe sinken ins Leder ein und können nicht "gereinigt" werden. Das Risiko, den Schaden eher zu vergrößern, ist sehr hoch. In solchen Fällen lieber Expertenrat einholen.
Striche auf Rauledern:
Wie bei den Anilinledern sinkt der Farbstoff in die Faser. Zwar kann je nach Grobheit des Flors bei grobem Flor mit dem Schleifpad oder Radierer und bei feinem Flor mit dem Nubuk Schwamm versucht werden, die Striche etwas zu mindern, aber insbesondere bei ausgeprägten Strichen sind die Chancen sehr schlecht. In solchen Fällen lieber Expertenrat einholen.
Striche auf PU-Ledern:
Da es sich bei der Beschichtung um eine geschlossene Folie handelt, lassen sich manche Striche wie bei pigmentierten Glattledern noch entfernen. Aber immer im verdeckten Bereich testen, ob die Folie beschädigt wird!
Tintenflecken:
Tintenflecken, die auf einem pigmentierten Glattleder sind, können mit Glück wie Striche von Stiften entfernt werden. Dabei ist die GLD-Lösung wie bei Bekleidungsabfärbungen die erste Wahl. Beachten Sie die entsprechende Anleitung. Tinte, die in das Leder schon eingezogen ist, kann häufig nicht "gereinigt" werden. Die Tinte wandert dann bei Glattledern auch durch Leder Fresh wieder nach oben. In solchen Fällen lieber Expertenrat einholen. Bei Rauledern gibt es fast gar keine Möglichkeiten. Auch die häufigen Tintenflecke durch ausgelaufene Stifte in Lederbekleidung sind meist nicht rettbar. Reinigungsversuche in Eigenregie sind da aussichtslos. Auch Experten können häufig nicht helfen.
Die Vorgehensweise der Reparatur
Wichtig! Bei zu starken Farbablösungen ist eine Reparatur nicht erfolgreich. Auf keinen Fall weiter an der Haut ziehen oder die Hautschicht abpulen! Diese Vorgehensweise vergrößert nur unnötig den Schaden. Auch eine intensive Reinigung mit wässrigen Lederreinigern führt zu diesem Effekt. Bei einer Reinigung nicht zu stark reiben und Bürsten nur im Ausnahmefall und vorsichtig verwenden.
Schritt 1:
Zuerst das Leder mit dem COLOURLOCK Entfetter entfetten. Dazu etwas Entfetter auf einen weichen Lappen geben und die Fläche von Naht zu Naht abwischen.
Schritt 2:
Die Fussel und Übergangskanten mit dem COLOURLOCK Leder Schleifpad, so gut es geht, glätten und abschleifen. Das Ziel ist nicht, die Kanten komplett zu glätten oder die ganze Fläche abzupellen. Je größer die Stellen sind, desto schwieriger wird die Reparatur! Gröbere Kanten können mit einer Nagelschere möglichst nah an der Abrisskante abgeschnitten werden. Es ist nicht schlimm, wenn leichte Ablösungsfusseln oder Kanten verbleiben.
Schritt 3:
Den verbleibenden Schleifstaub mit dem Entfetter und einem weichen Lappen entfernen.
Schritt 4:
Den Schadensbereich mit dem COLOURLOCK Leder Fresh Farbauffrischer farblich wieder angleichen und die abstehenden Farbkanten und Farbfussel fixieren. Der Auftrag kann kreisförmig oder tupfend erfolgen. Wichtig! Jede Schicht immer zwischendurch mit einem Fön trocknen. Unregelmäßigkeiten können mit dem Leder Schleifpad ausgeglichen werden. Bei leicht sichtbaren Übergängen immer von Naht zu Naht arbeiten.
Schritt 5:
Nach 24 Stunden das Leder mit der COLOURLOCK Leder Versiegelung schützen und pflegen. Dazu etwas Leder Versiegelung in einem weichen Lappen verreiben und sparsam kreisförmig auftragen. Nicht zu stark reiben, um weitere Farbablösungen zu vermeiden!
Wichtig! Leder mit Farbablösungen können nicht mit klassischen Pflegemitteln auf Fett- oder Ölbasis gepflegt werden. Die Farbablösung kann dadurch verstärkt werden. Verwenden Sie ausschließlich die Leder Versiegelung. Bei erneuten Ablösungen in anderen Bereichen rechtzeitig tätig werden. Je größer der Schaden ist, desto schwieriger ist das Problem in Eigenregie lösbar! Das Leder zukünftig regelmäßig und insbesondere in den Gebrauchsflächen alle 3 Monate reinigen und pflegen, ohne zu stark zu reiben. Diese Vorgehensweise reduziert das Risiko, dass Haut- und Haarkontakt durch Fettung die Farbschichten aufweicht.
Um festzustellen, ob nur die Farbe oder auch das Leder beschädigt ist, müssen Sie mit der Hand über den Schadensbereich fahren. Ist in eine Richtung ein Widerstand, dann ist auch das Leder beschädigt. Das Fasergefüge der Tierhaut ist schräg aufgebaut und führt daher zu diesem Phänomen. In solchen Bereichen ist die Farbe Neutral eine Alternative.
Zuerst diese Flächen mit unserem Leder Entfetter gründlich entfetten. Nicht mit Lederreiniger Mild oder Lederreiniger Stark säubern! Das Leder würde sich nur mit Feuchtigkeit vollsaugen und steifer werden. Diese Reiniger sind nur für unbeschädigte und verschmutzte Bereiche sinnvoll, wo die Feuchtigkeit nicht ins Leder eindringt.
Nach der Entfettung die Farbe Neutral mit einem Schwamm in Strichrichtung des Fasergefüges auftragen und zwischendurch von alleine ohne Fön trocknen lassen. Gegebenenfalls den Vorgang wiederholen und vorher raue Stellen mit dem Schleifpad glätten. Die Farbe Neutral ist ein starkes Bindemittel, welches die Schäden im Leder wieder repariert, aber das Leder nicht zu steif macht. Gröbere Bereiche können auch mit einem Pinsel bearbeitet werden. Einzelne Risse oder Brüche können Sie mit Flüssigleder schließen. Der Abschluss ist das Glätten mit dem Schleifpad.
Nach der Bearbeitung das Leder Fresh zur Farbauffrischung mit einem Schwamm mehrfach auftragen und zwischendurch mit einem Fön trocknen.
Zur regelmäßigen Pflege empfehlen wir Leder Protector. Der Leder Protector vermindert mit seinen Antioxidantien den Zerfall des Leders. Mit seinen UV-Filtern werden die Oberflächen vor dem Ausbleichen geschützt. Zusätzlich erhält das Leder wieder eine geschmeidige Oberfläche.
Wichtig! Der Einsatzbereich der Farbe Neutral ist Leder im Grenzbereich zum Neubezug. Es wird nicht wieder wie neu, sondern für einen weiteren Zeitraum "haltbar" gemacht.
Die Reinigung
Häufig werden die Antikleder bei Garnituren mit eingezogenen Knöpfen verarbeitet. Im Bereich der Knöpfe und den dazugehörigen Falten sammelt sich der Schmutz. Diese Bereiche sollten vorsichtig mit einem Staubsauger und einer weichen Bürste vorgesäubert werden. Bei weiteren Verschmutzungen sollte das Leder mit dem Reiniger mild gereinigt werden. Bei manchen Chesterfield Ledern ist die aufgewischte Farbe sehr wasserempfindlich und lässt sich leicht entfernen. In solchen Fällen könnten Sie das Leder nur vorsichtig mit unserem Entfetter entfetten und dann farblich korrigieren.
Die Nacharbeitung von Gebrauchsspuren
Häufig kommt es beim Gebrauch zum Abrieb der aufgewischten Farbe. Insbesondere im Bereich der Armlehnen und der Sitzflächen ist die aufgewischte Farbe mit der Zeit vollständig abgenutzt. Diese Farbe können Sie mit unserem Leder Fresh (i.d.R. schwarz) erneuern. Bei stark glänzenden Ledern benötigen Sie unser Leder Fresh schwarz "Glanz". Das Leder Fresh wird mit einem Schwamm gleichmäßig auf das Leder aufgetragen und mit einem Fön getrocknet. Dieser Auftrag kann und darf ruhig zu dunkel sein. Nach dem gründlichen Trocknen müssen Sie den Überschuss mit unserem Leder Schleifpad wieder zurück nehmen. Dadurch werden die erhöhten Bereiche wieder etwas heller und in der Narbung bleibt das Leder dunkel. So wie im Original. Sie sollten die Technik - soweit möglich - zuerst an einer verdeckten Stelle testen. Die Anwendung scheint aufwendig, ist aber sehr einfach.
Bei einigen glänzenden Ledern ist der Glanzeffekt im Gebrauchsbereich matt geworden. Dieser Effekt muss dann mit unserem Leder Fresh "neutral Glanz" oder in der entsprechenden Farbe wieder erneuert werden.
Größere Kratzer und Trockenbrüche können Sie mit unserem Flüssigleder schließen.
Die Pflege
Antikleder, bei denen schon ein Farbabrieb aufgetreten ist, sollten mit unserer Leder Versiegelung gepflegt werden. Die Leder Versiegelung fixiert die Oberfläche und reduziert weiteren Farbabrieb. Anschließend sollte das Leder bei seidenmatten Ledern mit unserem Leder Protector und bei glänzenden Ledern mit unserem Elephant Lederfett neu gepflegt werden. Dadurch bleibt das Leder geschmeidig und schön. Die professionelle Aufarbeitung Ihrer Lederpolster kann aber auch von Fachbetrieben durchgeführt werden. Wir empfehlen Ihnen gerne Ihren nächsten Fachbetrieb.
A. Vorbereitungen
1. Bei starken Verschmutzungen sollte man zuerst den groben Staub oder Dreck mit der Leder Reinigungsbürste entfernen. Restverschmutzungen sollte man mit einem nur ganz leicht angefeuchteten Lappen mit etwas Aniline Cleaner entfernen. Vorsichtig: Nicht das Leder richtig nass machen! Das schadet so alten Ledern!
2. Wenn Polsterarbeiten gemacht werden müssen oder das Leder flächig hinterklebt werden muss, dann müssen die Ziernägel aus dem Leder gehebelt werden, um das Leder bearbeiten zu können. Hierbei ist folgendes zu beachten: Beim Hebeln der Köpfe drückt die gegenüberliegende Seite des Nagelkopfes ins Leder und beschädigt es häufig. Diese Schäden sollte man, soweit möglich, vermeiden. Zusätzlich kommt es häufig vor, dass Ziernägel bei der Bearbeitung abbrechen. Man sollte daher rechtzeitig prüfen, ob man gleiche Ziernägel überhaupt findet oder alle durch passende (Größe, Farbe, Form) austauschen muss.
3. Verhärtete und spröde Leder müssen mit Rückfetter wieder rückgefettet werden. Das Leder mit niedrigem Druck mit einer Mischung aus 20% Rückfetter und 80% warmem Wasser einsprühen oder einreiben. Einziehen lassen und nach ca. 24 Stunden wiederholen. Zwei bis drei Aufträge sind ausreichend! Weitere Aufträge verbessern nicht das Ergebnis, sondern überfetten.
4. Wenn das Leder weich genug ist, die Oberfläche vor den Reparaturen oder der Farbbehandlung mit einem mit Leder Entfetter angefeuchteten Frotteetuch vorsichtig entfetten.
B. Die Reparaturen
Da die Leder häufig brüchig sind oder sogar teilweise Lederteile fehlen, müssen umfangreiche Reparaturen vorgenommen werden.
Bei Brüchen und Rissen: Die mit Entfetter entfetteten Reparaturbereiche mit Grundierung vorbereiten. Die Grundierung mit einem Schwamm solange auftragen, bis die Fläche leicht klebrig wird. Die Grundierung verbessert die Haftung. Nach dem Trocknen der Grundierung (grundierte Flächen bleiben nach dem Trocknen noch klebrig) die Risse mit Flüssigleder neutral auffüllen. Große Brüche oder Risse müssen von der Rückseite mit dünnem Leder oder einem nicht zu steifen Stoff zur Stabilisierung mit Lederkleber hinterklebt werden.
Bei Löchern: Löcher müssen mit einem passenden Leder (i. d. R. pflanzlich gegerbtem Leder) ausgefüllt werden. Vorher das Leder mit dünnem Leder oder einem nicht zu steifen Stoff und Lederkleber hinterkleben, das passende Leder von oben passend einkleben und die Konturen mit Flüssigleder auffüllen. Pflanzlich gegerbtes ungefärbtes Leder ist i. d. R. viel zu hell und sollte vorher mit unserem Antik Finish farblich angepasst werden.
Bei flächig sprödem Leder: Die Farbe neutral ist ein starkes Bindemittel, welches flächig spröde und leicht brüchige Leder wieder stabilisiert und belastbarer macht. Die Farbe neutral nach dem Grundieren mit einem Schwamm auftragen und zwischendurch von alleine ohne Fön trocknen lassen. An stärkeren Beschädigungen mit einem Pinsel mehrfach auftragen und von alleine trocknen lassen. Die Farbe neutral ist schleifbar und kann mit dem Leder Schleifpad geglättet werden.
Flüssigleder ist für Bereiche, wo Füllbedarf im Vordergrund steht, und die Farbe neutral ist für kleinere, aber flächige Beschädigungen anzuwenden. Das Flüssigleder ist nicht schleifbar und für einen Flächenauftrag zu fest.
C. Die Farbauffrischung und Pflege
1. Nach den Reparaturen können Sie die Oberfläche mit unserem Antik Finish farblich angleichen. Das Antik Finish wird nach dem Grundieren mit einem Schwamm aufgetragen. Bei sehr rauen Flächen die Oberfläche vor der Grundierung mit dem Schleifpad glätten. Durch das Antik Finish bekommt die Farbe wieder Brillanz, und die Oberfläche wird wieder glänzender.
2. Zuletzt das Leder mit Elephant Lederfett dünn einreiben. Diese Pflege sollte ca. alle 6 Monate zur Konservierung wiederholt werden.